Anti-Demenz - Programm

Der an Demenz Erkrankte muss so angenommen werden, wie er ist. Er sollte spüren, dass man ihn versteht. Er muss spüren, dass man ihm ein zu Hause bietet.

Praktische Tipps im Umgang mit Demenz-Kranken Menschen:

Die Belastung für Sie als Pflegende sollten Sie nicht unterschätzen. Denken Sie deshalb auch an sich selber !!! Wieviel Kraft haben Sie für eine Dauer-Betreuung?

Suchen Sie frühzeitig Hilfe! (Sprechen Sie mit Ihrem Arzt)

  • Ambulante pflegerische Dienste für zu Hause
  • Kurzzeitpflege im Altenheim
  • Rechtzeitige Anmeldung zur Heimunterbringung
  • Selbsthilfegruppe

Buchempfehlung:

  • "Leben mit Hirnleistungsstörung" von Ingo Füsgen
  • Schriftreihe Geriatrie Praxis
  • "Umgang mit pflegebedürftigen alten Menschen" von der Deutschen Zentrale für Volksgesundheitspflege e. V.

Sehen Sie die Beziehung zu Ihrem kranken Angehörigen möglichst realistisch, d.h. Schwanken zwischen Mitgefühl und Ohnmacht, zwischen Hoffnung und Resignation schadet nur der Beziehung.

Der zu Pflegende soll eine Rolle in der Familie finden, mit der auf Dauer alle in der Familie leben können. Keine Überbetreuung.

Was können Sie tun?

  1. Medikamente (fragen Sie Ihren Arzt)
  2. Tägliche Bewegung
  3. Geistige Kräfte erhalten durch: Mitleben und Einbinden in die Familie, kleinere Aufgaben zuteilen, im Sinne von "Fordern aber nicht überfordern".
  4. Hobby und soziale Kontakte pflegen
  5. Dem Leben einen Sinn geben (über Tod und Glauben sprechen)
  6. Gesunde ballaststoffreiche Kost mit Vitamin C und E.
  7. Selbständigkeits-Training nach dem Motto: Hilf mir es selbst zu tun.
  8. Berühren Sie so oft es geht den Pflegling.
  9. Halt geben mit einem gleichförmigen Tagesablauf
  10. Mittagsruhe einhalten
  11. Gibt es Verhaltensprobleme (z. B. Reizbarkeit, im Mittelpunkt stehen wollen, Umherwandern, Aggressivität, Sexualität, Schlafstörungen, Körperpflege, nachlassende Fähigkeit Stuhl und Urin zu halten). Fragen Sie ohne Scheu Arzthelferin oder Arzt.

Ratschläge im Umgang mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind:

  1. Geben Sie klare Anweisungen in einfachen und kurzen Sätzen.
  2. Sprechen Sie deutlich und bestimmt.
  3. Bemühen Sie sich um einen fürsorglichen, aber bestimmten Umgang.
  4. Wiederholen Sie wichtige Informationen bei Bedarf.
  5. Seien Sie geduldig und geben sie Zeit für eine Entgegnung.
  6. Diskutieren Sie nicht, überhören Sie Anschuldigungen.
  7. Bei Meinungsverschiedenheit ablenken und einlenken.
  8. Halten sie eine gleichbleibende verständnisvolle Haltung aufrecht.
  9. Sorgen Sie für Routine im Tagesablauf des Patienten.
  10. Wenden Sie keinen Leistungsmaßstab Gesunder an.
  11. Einfache Regeln und feste Gewohnheiten sind hilfreich.
  12. Der Kranke braucht Anregung ohne Überforderung und vor Allem Gesprächspartner.
  13. Loben Sie bei richtigem Reagieren durch Worte, Berührungen und Lächeln.

Zum Schluß

  • Wenden Sie sich an Beratungsstellen.
  • Informieren Sie sich durch Bücher.
  • Wieviel Lebensqualität haben Sie?
  • Teilen Sie die pflegerischen Aufgaben.

Wenn Sie Interesse haben vereinbaren Sie einen Termin.